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Ministerin Karoline Edtstadler bei Gespräch über Palliative Care

Karoline Edtstadler, Ministerin für Europa und Verfassung, kam nach Salzburg, um sich in einem Arbeitsgespräch mit Repräsentant*innen der Trägerorganisationen davon zu überzeugen, welch wichtigen Beitrag der Universitätslehrgang für die Palliative Care in Österreich leistet.

Das Thema ist seit dem Gerichtsurteil im Dezember 2020 wieder verstärkt im Focus: Der Verfassungsgerichtshof entschied, dass die „Mitwirkung am Selbstmord“ erlaubt ist. Die Arbeit der Palliative Care rückt ins Zentrum. Die Teilnehmer*innen diskutierten über die Gestaltung des letzten Lebensabschnittes innerhalb des neuen gesetzlichen Rahmens. Es gilt das Prinzip eines würdevollen und lebenswerten Abschieds. Die Freiheit von Zwang ist oberstes Gebot. „Es kommt immer auf das Wie an. Nur mit einer qualifizierten Ausbildung ist eine adäquate Versorgung am Lebensende möglich“, betont Studiengangsleiterin Doris Schlömmer. Eine gute Begleitung ändere das Verhalten der betroffenen Menschen: „Sie sagen nicht: ,Ich möchte nicht mehr leben', sondern ,SO möchte ich nicht mehr leben'“, meint Schlömmer.

Wichtige Botschaft an die Politik: Palliative Grundversorgung soll in allen Pflege- und Gesundheitseinrichtungen geleistet werden. Angebote müssen leistbar, flächendeckend und wohnortnah sein. Wesentliche Aufgabe einer exzellent ausgebildeten Palliativ-Betreuung ist es, Menschen Ängste zu nehmen, vor allem die Angst vor Schmerzen und vor dem Alleinsein.

Der Lehrgang und seine Trägerorganisationen nehmen sich schon seit Jahren – lange vor der aktuellen Diskussion – dieses sensiblen Fachbereichs an. Der dreistufige Universitätslehrgang, der seit 2006 besteht, ist eine Kooperation von PMU, Hospiz Österreich und St. Virgil und in Österreich das einzige universitäre Angebot auf dem Gebiet, das immer noch mit vielen Tabus behaftet ist. Beim Gespräch waren Rektor Wolfgang Sperl, Kanzlerin Lydia Gruber (beide PMU) sowie Leena Pelttari (Geschäftsführerin des Dachverbands Hospiz Österreich) und Jakob Reichenberger (Direktor St. Virgil Salzburg) dabei.